Zeolith im Feldversuch: Was Langzeitforschung über Getreideerträge zeigt
Aktualisiert: 16. Okt.
Natürlicher Zeolith wird oft mit großen Versprechen als Bodenverbesserer verkauft. Wer Bodenhilfsstoffe mischt oder Landwirte beliefert, braucht überprüfbare Zahlen. Dieser Artikel fasst zusammen, was veröffentlichte Feldversuche zeigen – und was nicht.
Woher die Daten stammen
Professorin A. Ch. Kulikowa und ihr Team an der Staatlichen Agraruniversität Uljanowsk (Russland) untersuchen seit rund 25 Jahren kieselsäurehaltige Gesteine als Düngemittel. Getestet wurden unter anderem Diatomit, Zeolith und Opoka, alle aus der Region Mittlere Wolga. Die Versuche liefen auf typischen und ausgelaugten Schwarzerdeböden. Untersucht wurden Getreide, Kartoffeln, Gemüse und Industriekulturen.
Die Arbeit erschien in der begutachteten Fachzeitschrift Agrokhimiya (Agrarchemie), 2023, Nr. 12.
Was die Versuche bei Mais zeigten
500 kg Zeolith pro Hektar: Der Kornertrag von Mais stieg gegenüber der Kontrolle um 0,93 t/ha.
2.000 kg pro Hektar: Der Zuwachs erreichte 1,36 t/ha.
Mit Stickstoffdünger: Der Ertragszuwachs war größer, wenn Zeolith zusammen mit Stickstoff ausgebracht wurde, als bei alleiniger Anwendung.
Der letzte Punkt ist für die Praxis am wichtigsten. Zeolith ersetzt keinen Dünger. Am besten wirkt er als Teil eines Düngeprogramms.
Dieselbe Forschung zeigte, dass auch Kartoffeln, Gemüse, Zuckerrüben und Sonnenblumen gut auf kieselsäurehaltige Bodenhilfsstoffe reagieren.
Warum Zeolith hilft
Natürlicher Zeolith ist ein poröses Mineral. Seine Struktur kann positiv geladene Nährstoffe wie Ammonium und Kalium binden und sie nach und nach an die Pflanzenwurzeln abgeben. Das kann Nährstoffverluste durch Auswaschung verringern, besonders auf leichten Böden. Dieselbe poröse Struktur hilft sandigen und lehmig-sandigen Böden, Feuchtigkeit zu halten.
Was die Zahlen nicht aussagen
Feldergebnisse hängen von Bodenart, Klima, Kultur, Düngeprogramm und dem Zeolithgestein selbst ab. Die oben genannten Versuche fanden auf Schwarzerde in gemäßigtem Klima statt. Auf Wüstensand oder tropischen Böden können die Ergebnisse anders ausfallen. Wir empfehlen einen Versuch auf Ihren eigenen Flächen, bevor Sie vollständig umstellen.
Unser aktivierter natürlicher Zeolith
Israway liefert thermisch aktivierten natürlichen Zeolith aus der Lagerstätte Tatarsko-Schatraschanskoje (Tatarstan, Russland). Die Lagerstätte hat Vorräte von 88,3 Millionen Tonnen, das Werk kann bis zu 320.000 Tonnen pro Jahr produzieren. Für das Produkt liegt eine EAWU-Konformitätserklärung vor.
Übliche Aufwandmenge für Getreide: 200–500 kg/ha (Empfehlung des Herstellers)
Körnungen für den Boden: 0,2–0,8 mm, 0,8–2,5 mm und 2,5–5 mm; andere Körnungen auf Anfrage
Verpackung: Big Bags mit 700–800 kg, je nach Körnung, oder 25-kg-Säcke auf Paletten, 1 Tonne pro Palette
Mindestbestellmenge: 20 Tonnen
Mehr zur Anwendung im Boden: Zeolith für die Landwirtschaft.
Für Hersteller von Bodenverbesserern
Wenn Sie Bodenverbesserer, Pflanzerden oder Düngermischungen herstellen, kann Zeolith Ihrem Produkt zusätzliche Nährstoff- und Wasserhaltekapazität verleihen. Fordern Sie bei uns eine Probe, ein technisches Datenblatt und ein Angebot für Ihre Körnung und Menge an.
Quelle: Kulikova A. Kh. Siliceous rocks in the fertilizer system of agricultural crops. Agrokhimiya, 2023, Nr. 12, S. 11–21. DOI: 10.31857/S0002188123120104.


Kommentare